
Museum des Wandels
In den letzten 150 Jahren hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Unser Arbeitsalltag ist wesentlich schneller geworden, technische Errungenschaften haben viele Arbeitsschritte erleichtert, jedoch auch zahlreiche Berufe überflüssig gemacht. Wer kennt sie heute noch, die Blaudrucker oder Weißnäherinnen, die Buchstabengießer oder Laternenanzünder, die Weichensteller oder Aufzugführer?
Im Foyer der Arbeiterkammer Feldkirch zeigt das Museum des Wandels, wie sich diese Veränderungen auf einzelne Menschen ausgewirkt haben. Regelmäßig porträtiert die Schaffarei anhand zweier Objekte und eines Interviews ein individuelles Arbeitsleben. Mit der Zeit werden diese Geschichten ein digitales Museum des Wandels bilden.
Aktuelle Ausstellung

Bibliothekar Norbert Schnetzer – Ein Leben zwischen alten Büchern und neuen Zeiten
Norbert Schnetzer ist seit 1993 in der Vorarlberger Landesbibliothek tätig – und hat in dieser Zeit so ziemlich alles erlebt, was ein Bibliothekar erleben kann: den Übergang vom Zettelkatalog zum digitalen Katalog,den Aufbau von VOLARE, dem Vorarlberger Landesrepositorium mit rund zwei Millionen Fotos,. die Digitalisierung historischer Zeitungen, die plötzlich auf Knopfdruck durchsuchbar wurden. Und dennoch immer wieder: die alten Bücher.
Denn Schnetzers eigentliche Leidenschaft gilt den ältesten Büchern der Bibliothek – sowohl Handschriften mit handgemalten Ansichten von Adelssitzen also auch alte Drucke, die in Vorarlberg bereits ab 1616 gedruckt wurden – Bücher, in die er sich über drei Jahrzehnten eingelesen, eingearbeitet und schlicht verliebt hat.
In der 14. Ausgabe des Museums des Wandels erzählt er, warum er jeden Morgen gerne in die Bibliothek geht, was ein Wasserzeichen über das Alter eines Buches verrät und weshalb er überzeugt ist, dass das gedruckte Buch niemals verschwinden wird.
Ausstellung
ab 15.06.2026
Öffnungszeiten
AK Vorarlberg: Mo–Fr, 9–18 Uhr
Kuratierung: Michaela Feurstein-Prasser
Fotografie: Hanno Mackowitz
Film & Schnitt: Stefan Krösbacher

