
Museum des Wandels
In den letzten 150 Jahren hat sich die Arbeitswelt stark verändert. Unser Arbeitsalltag ist wesentlich schneller geworden, technische Errungenschaften haben viele Arbeitsschritte erleichtert, jedoch auch zahlreiche Berufe überflüssig gemacht. Wer kennt sie heute noch, die Blaudrucker oder Weißnäherinnen, die Buchstabengießer oder Laternenanzünder, die Weichensteller oder Aufzugführer?
Im Foyer der Arbeiterkammer Feldkirch zeigt das Museum des Wandels, wie sich diese Veränderungen auf einzelne Menschen ausgewirkt haben. Regelmäßig porträtiert die Schaffarei anhand zweier Objekte und eines Interviews ein individuelles Arbeitsleben. Mit der Zeit werden diese Geschichten ein digitales Museum des Wandels bilden.
Aktuelle Ausstellung

Christian Stuppner: Photoshop statt Dunkelkammer
Manchmal brauchen Veränderungen Zeit – und manchmal bräuchte es mehr Zeit, um Veränderungen überhaupt fassen zu können. Christian Stuppner kann ein Lied davon singen. In seiner Lehre zum Fotografen hat er noch das händische Entwickeln von Filmstreifen in der Dunkelkammer gelernt, am Ende seines Arbeitslebens gehörte Photoshop zum alltäglichen Werkzeug. Dazwischen liegt in vergleichsweise kurzer Zeit eine ganze Reihe von bahnbrechenden technischen Fortschritten: die Nachbearbeitung von Fotos am Computer, der Wechsel der Zeitungsbranche vom Bleisatz zum Desktop Publishing – und überhaupt die Digitalfotografie.
„Für mich hat sich gezeigt, dass das Einzige, was wirklich Bestand hat, der Wandel ist. Man muss offen für Neues sein und sich darauf einlassen. Dann ergeben sich die Chancen, interessante neue Dinge kennenzulernen.“
Ausstellung
ab 19.03.2026
Öffnungszeiten
AK Vorarlberg: Mo–Fr, 9–18 Uhr
Kuratierung: Michaela Feurstein-Prasser
Fotografie: Hanno Mackowitz
Film & Schnitt: Stefan Krösbacher

